27.06.11

Samstag


Weiter geht´s. Und auch wenn der Abend mit einem kleinen, wie soll ich sagen...Schock(?) begann, wurde es ein wundervolles Wochenende.

Nachmittags um drei bei strahlendem Sonnenschein kurbelten P. und ich das Autoverdeck herunter und machten uns auf den Weg an den Kaiserstuhl. Gemütlich dahinblubbernd kamen wir sonnencreme- und mützenlos verbrannt aber tiefenentspannt in Bahlingen an. Gerade eingecheckt im Landgasthof "Lamm" mussten wir feststellen, die Zahnbürsten vergessen zu haben. Nun ist für mich die Bevorratung von Zahnbürsten durch Hotels für deren vergessliche Gäste eine Selbstverständlichkeit, so ging ich frohen Mutes an die Rezeption und bat um zwei Einzelstücke. Die Dame nickte bemüht und rief einen Koch aus der benachbarten offenen Küche hinzu. Dieser ging mit Instruktionen versehen (2. Tür rechts, 3. Regalfach, blaues Körbchen) los, kehrte nach ca. 10 Minuten wieder und legte mir zwei Zahnbürsten auf den Tresen.

Und jetzt frag ich Dich- putzt Du Deine Wasserhähne mit Zahnbürsten oder kennst Du jemanden, der das so macht? Deine Mutter vielleicht? Gut. Stell Dir jetzt so eine verputzte Zahnbürste vor. Die Borsten etwas auseinandergedrückt, in der Mitte schon kürzer geputzt als am Rand. Der Kunststoffgriff in sich leicht verbogen vom häufigen Versuch, die Krümmung hinter dem Wasserhahn zu erwischen. Die Beschriftung fast verblichen. Hast Du´s wieder? Gut. Davon lagen jetzt zwei Exemplare vor mir. Ich weiß nicht, wie ich geguckt habe, vermutlich mit einer Mischung aus Erstaunen und Ekel. Gesagt habe ich bemüht freundlich:
"die sind ja benutzt"
Seine Antwort: "ach"
Pause
Er hinterherschiebend: "Meinen Sie?"
Sprachlosigkeitspause meinerseits. Aber nur kurz.
Mit 2 spitzen Fingern schob ich die Bürsten in seine Richtung und sagte:
"Das sieht man doch. Das ist ja ekelhaft!"
Derweil kam die Dame von der Rezeption dazu, scholt ihn nicht richtig nachgesehen zu haben und versprach uns, sich selbst drum zu kümmern. Vielleicht kümmert sie sich immer noch- Zahnbürsten haben wir in diesem Haus jedenfalls nicht erhalten!

Aber wir waren ja nicht gereist, um uns in einem kleinen Hotel herumzuärgern, sondern um auf dem Weingut Kiefer in Eichstetten dessen 160. Geburtstag mit begleitendem Hoffest zu feiern. Und so rauschte schon Minuten nach der Zahnbürstenaktion der Ultes mit brennenden Reifen um die Ecke, unseren ganz persönlichen VIP-Shuttle gebend. Alexander Ultes, den Marketing- und Vertriebsleiter des Weingutes kennen wir seit meinem Auftritt auf der Cebit vor 2 Jahren. Damals war er einer meiner "Talk-Partner" während der Podiumsdiskussion zum Thema "Lebensmittel im web2.0. Er gehört zu den netten spontanen Menschen, die einfach mal so mit einem Kistchen Wein vor unserer Tür stehen, ins Abendessen platzen aber stehts herzlich willkommen sind. Einige von Euch erinnern sich vielleicht daran, dass er zur Küchenparty eingeladen war, nicht kommen konnte und sich angemessen von einer Kiste 2009er Grauburgunder "Dreistern" vertreten ließ.

Und weil er nicht zu meiner Party kommen konnte, lud er uns halt zu seiner ein. :) Naja, das ist nicht ganz richtig, es war die Party seiner Arbeitgeber, der reizenden Helen Schmidt und ihrem Mann Martin.

Das Weingut Kiefer in Eichstetten am Kaiserstuhl wurde im Jahr 1851 von Friedrich Kiefer gegründet, 2008 übernahmen Helen  und Martin Schmidt  den Betrieb von Lutz Grafahrend nachdem Martin Schmidt bereits seit 2003 den Betrieb als Betriebsleiter führte. Das Weingut bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Vertragswinzern die teilweise schon seit mehreren Generationen ihre Trauben an das Weingut verkaufen über 106 Hektar Weinberge in Eichstetten am Kaiserstuhl und ist somit einer der bedeutendsten deutschen Weinbaubetriebe.

Eines meiner ganz persönlichen Highlights ist der erwähnte Grauburgunder "Dreistern" und ich bin um meinen guten Draht zum Weingut froh, sonst müsste ich Angst haben, dass die Gäste der Lufthansa First Class mir alles wegtrinken, dort wird er nämlich ebenfalls angeboten. Kiefer-Weine gibt es auch bei Sven Elversfeld im "Aqua" auf der Karte, was mir nur darum gerade einfällt, weil ich seit letzter Woche das unglaubliche Kunst-Kochbuch von Elversfeld mein Eigen nenne! :)

Die Besonderheit der Weinberge zeichnet sich in Eichstetten dank der Ausrichtung mit Blick auf Freiburg durch die teilweise über 30 Meter dicke Lössschicht ab. Die Trauben stammen aus Weinbergen die sich allesamt in unmittelbarer Nähe zum Weingut im Umkreis weniger Kilometer um den Ort Eichstetten in der Weinbergslage Eichstetter Herrenbuck befinden. Im Keller sorgt das Team um Kellermeister Markus Weishaar
dafür dass die Qualität und der Geschmack den die Trauben mitbringen erhalten bleibt. Darum wird zum Beispiel jedes nicht unumgänglich notwendige Umpumpen von Wein und Most vermieden. Das gesamte Weingut ist so aufgebaut dass die Moste und Weine fast ausschließlich durch Schwerkraft bewegt werden können.



















An diesem Wochenende waren wir lediglich zwei von ca. 1800 Gästen, die große Sause begann mit einem Gourmet-Geburtstagsmenü für 100 geladene Gäste, das von Hendik Thoma moderiert wurde, der zu seiner Zeit als Sommelier im Louis C. Jacob im dortigen Weinkeller ebenfalls Kieferweine gelagert hatte. 
Wie sag ich immer? Man kann schlechter leben! 
Da liegt er und wartet auf mich! :)
"Festgehalten" an diesem Abend haben P. und ich uns aber vor allem am Weissburgunder, der schon viele unserer Essen begleitet hat- erst kürzlich wieder das Zitronenhuhn nach Marcella Hazan. Das taten wir nicht nur, weil er uns so gut schmeckt, sondern auch, weil Alexander einen Cocktail kreiert hat mit dem Namen "Baden Sprizz" und wir diesem unbedingt entgehen wollten. :))

Die Sause ging wie im Flug vorbei und so fielen wir um ca. 3.00 h morgens müde in unser Hotelbett, noch ganz platt von den vielfältigen Genüssen, den Eindrücken der Kellerführung, dem leckeren Essen und der Herzlichkeit mit der wir empfangen worden sind. Die Nacht war kurz- um 11.00 standen wir zum Frühschoppen wieder bereit- Martin Schmidt hatte seinen großen Auftritt mit den Polkacheckern, den konnten wir uns nicht entgehen lassen. Habe ich schon einmal erzählt, dass ich Polka liebe? Weitere Bilder vom Hoffest kannst Du Dir übrigens auch auf der Seite vom Weingut ansehen. 

Es folgte eine kleine Weinprobe - es gab tatsächlich immer noch das ein oder andere, was wir am Abend vorher noch nicht ausgetrunken hatten - bei der die Weine des Gutes zu kleinen Köstlichkeiten von Erzeugern aus dem Ort gereicht wurden. Eine wunderbare Idee, die die schönen Möglichkeiten aufgezeigt hat, wenn Berührungsängste fallen und Erzeuger vielfältigster Art sich zusammenschließen. Von der Erdbeere über Ingwerpralinen und Bergkäse gab es zu allem den passenden Begleiter. Schade, dass wir noch ca. 3 Stunden Fahrtzeit vor uns hatten und uns somit deutlich zurückhalten mussten. 

Liebe Helen, lieber Martin, lieber Alexander, es war wunder-wunder-wunderschön bei Euch! Habt Dank für die große Gastfeundschaft, beim Hoffest nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei! :) Aber nun kommt erstmal bald mein Geburtstag, zu dem Alexander natürlich wieder herzlich eingeladen ist. Wenn er nicht kommt, kann er seine Vertretung schicken ;)

24.06.11

Heute wegen Freudensprung geschlossen!

In der heute erschienenen Ausgabe #17 des immer unglaublich guten, sensationellen und unbedingt lesenswerten ;)))

"Magazin für Essen und Leben", der Effilee

steht ein Bericht über "Arthurs Tochter Kocht". Aus diesem Grund ziehe ich mich heute für den Rest des Tages zum Feiern zurück. :)

22.06.11

Freitag II - Gewichtige Steigerungen


Wenn ich nicht langsam anfange den Blogstau abzuarbeiten, bekommst Du Ostern 2012 die diesjährigen Weihnachtsgrüße aus den rheinhessischen Weinbergen. Aber meine kleine kulinarische Pause war so nötig wie unumgehbar, ich hatte einfach zu viel zu tun. So mache ich jetzt weiter mit der kulinarischen Aufarbeitung der letzten Wochen und erzähle Dir, wie ich an einem Freitag zunahm.

Morgens, 8.00 h - der Gang auf die Waage
55 KG

Anschließend nahm ich ein Buch des Verlages Jacoby & Stuart in die Hand, denn gemäß der Arthur'schen Warnung- "Tochter, sei achtsam, was Du Dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen" bekam ich dieses vom Verlag geschickt, um eine Rezension zu schreiben. Ich habe einfach zu laut "hier" geschrien, als Katharina Höhnk von Valentinas Kochbuch Rezensenten gesucht hat. Denn wie um mich unsanft auf den Boden zurückzuholen und deutlich zu sagen "Astrid! Nicht so vorlaut" erhielt ich zum Testen mitnichten ein Kochbuch. Noch nicht einmal ein vegetarisches! Ich bekam so richtig einen wech und erhielt ein Backbuch!!! Du denkst jetzt, das ist doch gar nicht so schlimm? Nun, wie Du weißt, backe ich nicht. Nur in diesen seltenen Ausnahmefällen, bei denen der Aufenthalt im Ofen für beispielsweise ein Dessert unvermeidlich ist wie z. B. bei der Gâteau Berbelle nach Wolfram Siebeck.

Aber das war noch nicht alles. Ich bekam die ganze Packung, weil ich beim Vorlautsein auch noch vom Stuhl aufgesprungen bin und dabei den Kaffee verschüttet habe. 
Strafe muss sein! Das wurde mein Buch:
Cupcakes - Für die schönsten Feste des Jahres
Kurzes Durchblättern, um mich vom ersten Zuckerschock zu erholen. Dabei ein Gang zum Medizinschrank um die Insulinvorräte zu kontrollieren. Was? Wir haben gar kein Insulin? Saftladen hier!
Auf dem Rückweg in die Küche kurz auf die Waage- 
55,3 kg! 300 Gramm! Vom Durchblättern! *himmelhilf!

Um für weitere Schockzustände unter Beobachtung zu stehen, nahm ich mir unsere Tochter als Leidens-Backgenossin zur Seite. Sie nahm das Buch in die Hand- und war begeistert! Mit lauten Entzückungsrufen in Rosé tat sie ihre Begeisterung für die kleinen Naschwerke kund und rief "Jaaaa! Ich will mitmachen!" Ich glaube, schon zu diesem Zeitpunkt hätte mir auffallen müssen, dass Ihre Stimme ein wenig quietschiger wurde und das Band im Haar sich leicht ins Rosa färbte. 

Wir suchten uns gemeinsam 3 Rezepte für den Test aus und fuhren los, die Backzutaten einzukaufen. Gelatinepulver? Was es nicht alles gibt! Cupcakeförmchen in allen Schattierungen, Papierherzenschleifchen, Zuckerkirschenschokoladenstreuselige Liebesperlen und vieles mehr. M. war nicht mehr zu bremsen. Es schien mir schon auf der Autofahrt, sie sei ein bisschen kleiner geworden. Jetzt vor dem Zuckerbäckerregal im Supermarkt sprang ein kleines Mädchen, das sich vor meinen Augen in  Prinzessin Lillifee verwandelte. Wer bist Du und was hast Du mit meiner Tochter gemacht?

Zuhause angekommen ein kurzer Gang auf die Waage-
56 KG!!!

Bevor wir also loslegten joggte ich eine Runde ums Haus und hielt mir dabei zur Stärkung der Oberarmmuskulatur die Muffinform über den Kopf. 
Wieder zuhause ein kurzer Gang auf die Waage-
56,2 KG!!! Ich nehme also zu, wenn ich Muffinformen trage, *herrgottszeiten, zum Glück bin ich dabei gerannt!

Unsere erste Tat waren die 
Lavendel-Cupcakes

Zwischen Teig rühren und Lavendelcrème zubereiten rannte ich auf die Waage (rennen ist kalorienverbrennender als gehen!)
57 KG!
Ich riss meiner Tochter das Rührgerät aus der Hand, zog den Stecker und begann hektisch mit dem Schneebesen  den Zucker schaumig zu schlagen. 
Schnelles Wiegen im Anschluß-
immer noch 57 KG, puuuhhh, Schneebesenschlagereien zahlen sich aus!

Rotwein-Schoko-Cupcakes mit Erdbeer-Creme

Zum Glück hatten wir die doppelte Menge Erdbeeren eingekauft, die süßen Früchtchen sollen verbrennend wirken. Also schnell eine Schale in mich hineingestopft- 
ein Gang auf die Waage:
57,2 KG!
Wo sollte das noch enden?

Der elektrische Rührer fristete auch hier ein Schattendasein- der Schneebesen und die beim Muffinlauf gestärkte Oberarmmuskulatur mussten es richten. Zwischendurch trank ich die für das Rezept angebrochene Flasche Rotwein aus und spülte damit die schokoladigen Teigreste hinunter. Die Rache folgte auf dem Fuße:
Ein rennender Gang auf die Waage:
58,3 KG!!!
Ich war langsam am Ende!

Und doch wurden wir ein weiteres Mal gefordert. Zum Glück hatte ich mich von Anfang an gegen das Frankfurter Kranz-Cupcake-Rezept entschieden! Die Butter und Frischkäsemengen für die 

Käsekuchen-Cupcakes
reichten mir auch so.

Was fällt auf?
Kein Cup auf dem Cake! Da gehörte eine gebrannte Eiweiß-Zucker-Haube drauf, die gab es auch- allerdings war ich zu dem Zeitpunkt schon so fett, dass ich den Fotoapperat kaum über meinem Bauch gehalten bekam. 
Die Digitalanzeige der Waage schrieb zu dem Zeitpunkt das Folgende:

"Leider kann dieses Gerät Gewichte in dreistelliger Höhe nicht anzeigen. Wir empfehlen Ihnen an dieser Stelle unser Modell XXL, das mit großem Erfolg in Elefantengehegen eingesetzt wird. Um Ihr Gerät nicht zu zerstören, steigen Sie jetzt endlich wieder herunter! Sämtliche Garantien verlieren mit sofortiger Wirkung ihre Anspruchsmöglichkeit!"

Und aus!
Dass ich beim Backen nichtsdestotrotz eine Menge Spaß hatte, kannst Du mir glauben. Ob mir das Buch selbst samt der Rezepte gefallen hat, kannst Du bei Valentinas nachlesen. Dass ich heute keine Rezepte einstelle hat einen einfachen Grund:
Ich arbeite so hart an der Wiederherstellung meiner Figur, dass ich den Erfolg sämtlicher Maßnahmen durch das Abtippseln der Rezepte an dieser Stelle nicht gefährden möchte. Wahrscheinlich treffen mich schon 5 KG, nur weil ich diesen Bericht geschrieben und die Photos eingefügt habe. Wenn Du doch eines möchtest, melde Dich per mail, ich lasse es dann jemanden für Dich abschreiben!

"Erhalten durch Aufessen" kann hier für mich nicht die Devise sein!

12.06.11

Freitag - Oreganopesto, Radieschenpesto und Spargel aus dem Bratschlauch


Ehrlich, was ich Freitag gemacht habe, kann ich hier unmöglich erzählen. Würde mir eh kein Mensch glauben.

Doch? 

Du?

Ist nicht Dein Ernst!

OK. Geht aber trotzdem noch nicht. Ich erzähle es am 22. Juni zeitgleich mit jemand anderem, versprochen. Daher nutze ich die kleine Atempause für einen Exkurs. Hier wird in den nächsten Tagen soviel getrunken, da bereite ich Dir vorher noch eine kleine Unterstützung für den Magen. Geschenkt sozusagen.

Oregano-Pesto


  • 70 g gezupfte Oreganoblätter, das war 2 mal so ein Strauß, die Spinne habe ich nicht verarbeitet:

  • 70 g geröstete Walnüsse und weißer geschälter Sesam
  • 20 g Parmesan
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • Orangenabrieb von 3/4 einer großen Orange (8 g)
  • 300 ml Olivenöl
  • 2 TL Zucker
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Macis, getrocknete Chili aus der Mühle

  • 140 g Radieschengrün (Das waren bei mir die geputzten Blätter von zwei Bund)
  • 50 g ungeschälter weißer Sesam, geröstet
  • 30 g gehobelte Mandeln, geröstet
  • 5 Radieschen
  • 250 ml Olivenöl
  • 20 g Parmesan
  • 1 TL getrockneter Ingwer
  • 1,5 TL Zucker
  • Weißer Pfeffer aus der Mühle, Salz, Macis
  • Abrieb von einer Biozitrone
Beide Pestos (je 500 ml) habe ich spontan gestern nachmittag zusammengemixt und weil sie so lecker waren auch zum Teil noch am selben Abend verschenkt.
Aus diesem Grund dürfen beide Gläschen auch noch an Zorras Event "Geschenke aus der Küche" teilnehmen, ausgerichtet von der heiligen Klara vom Büdchen aussem Pott.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Weil aber selber essen bekanntlich dick macht, bzw. man sich auch selbst ständig und überhaupt immer wieder etwas zum Geschenk machen sollte, gab es das Radieschenpesto heute zum Spargel.

Spargel aus dem Bratschlauch in Butter und Huxelrebe Beerenauslese 2009, Radieschen und Amarettini-Butterbrösel, Radieschenpesto



Die Radieschen verlieren leider ganz schön an Farbe durch den Garprozess, im Wok ist das nicht so extrem. D. h. beim nächsten Mal vielleicht lieber getrennt in einer Pfanne oder im Wok rührend garen und dann dazu geben?  Der Geschmack ist allerdings nicht verloren gegangen, ganz im Gegenteil und schön knackig waren sie ebenfalls. 

Überhaupt mag ich Radieschen in der letzten Zeit als Gemüse gegart unglaublich gerne. Bezüglich EHEC hatte ich sie für letzten Mittwoch auf der Liste, meine Wette mit mir selbst aber leider verloren, da mir die Tonne mit der durch eine Familie infizierten Gurke dazwischen kam. Das ist ganz schön ärgerlich, denn ohne Rücksicht auf etwaige verwandschaftliche Verhältnisse musste ich selbstverständlich meinen Wetteinsatz bei mir selbst einlösen. Den Einsatz wiederum habe ich am Samstag spontan beim Gewürz-, Wein-, Keks- und vieles andere-Händler d. V. ausgesucht. Nach kurzer Rücksprache mit mir selbst war ich einverstanden mit:
Den gibt es dann zum Oreganopesto. Und am Ende - jetzt, wo ich doch schon wieder beim Wein gelandet bin - bleibt mir nur die Frage, ob ich eigentlich mit mir selbst verwandt sein kann. Vor allem, da ich mir  selbst kaum ähnlich sehe. 

Noch ein wunderbares Pfingstwochenende für Dich und Deine Lieben!

Nachtrag am 14.06.11
Wir hatten Reste des Spargels mit 2 Sorten Pasta und Lachs. Dazu das Radieschenpesto unter die Nudeln gehoben. Das war ausgesprochen lecker und somit hat auch das Radieschenpesto seinen Auftritt in der Pasta-Kombination wunderbar gemeistert!





10.06.11

Donnerstag - Buffet für´s Gartenfest


Wie versprochen starte ich heute den kleinen Rückblick auf die letzten zwei Wochen, die mich vom genießerischen Standpunkt aus betrachtet fast an die Grenzen meiner Kräfte gebracht haben. (FAST!)  :) 

Die Anfrage kam kurzfristig. Ob ich anlässlich eines Gartenfestes ein Buffet für ca. 60 Personen machen könnte. Nach intensiver Absprache mit den Gastgebern, was für mich möglich wäre und was nicht (die Küche vor Ort ist winzig winzig klein) stand fest, was es geben sollte:
Neben Gartensalaten, Tomaten mit mariniertem Mozzarella (die immer wieder und überall gewünscht werden, und trotz EHEC plattenweise gegessen wurden) gab es:

  • Hummus und Auberginenkaviar (für beides habe ich original arabische Rezepturen von Bushcook bekommen, die aufgrund ihrer vielen Reisen in diese Länder ein unermüdlich sprudelnder Quell ist) Ein Gast kam sogar in die Küche geflitzt, nur um mitzuteilen, dass es schmecken würde wie im Arabienurlaub! Yeah! :)
  • 180 Pissaladière, die mit und ohne Oliven, mit und ohne Tomaten, mit und ohne Sardellen etc. belegt waren (von den Hundertachtziggrad°-lern habe ich mir die Variante abgeschaut, sie in der Muffinform zu backen- allerdings in Nomalgröße, nicht in Mini), die Idee, Blätterteig zu verwenden stammt von meiner Mutter, die solche Blätterteigsnacks standardmäßig zum Fernsehabend zubereitet hat. 
 
Die Bilder sind beim Probebacken entstanden
Blätterteig selbst zu machen ist leichter als man denkt, ich habe aufgrund der großen benötigten Menge und des Gesamtaufwandes trotzdem auf gute TK-Ware zurückgegriffen, die mit Butter zubereitet wurde. Achte mal darauf, wenn Du an der Tiefkühltruhe im Supermarkt Deines Vertrauens stehst, in der Regel sind die dort erhältlichen Blätterteige mit Margarine gemacht. Zwiebeln und Knoblauch für die Füllung habe ich in Olivenöl und Zucker leicht ankaramellisiert und dann Crème Fraîche und getrockneten Biothymian aus Mecklenburg-Vorpommern dazugegeben. Den Blätterteig mit Servierringen ausgestochen und immer einen halben Teelöffel Zwiebelmasse, ein Stück Sardelle, 1/4 Olive und ein Stück Tomate auf den Teig gegeben. Bei 200°C Umluft (damit der Teig schön aufgeht) 15 Minuten gebacken. Angerichtet auf einer großen Étagère waren sie auf dem Buffet auch ein optisches Highlight.
  • Mein ganz persönlicher Liebling und auch der der Gäste waren 150 Auberginenröllchen, gefüllt mit einer Ziegenkäsecrème, angemacht mit Thymianhonig, frischem Zitronenthymian, einem Hauch Zimt, einigen Umdrehungen aus der Gewürzmühle "Marrakesch" von easy gourmet und der geliebten Mèlange Blanc von Holland.
An der richtigen Konsistenz der Auberginen habe ich lange gebastelt und insgesamt 4 Backvorgänge benötigt, um die ideale Abstimmung von Scheibendicke, Salzmenge zum Wasserentzug, Backzeit und -temperatur, Unter-, Oberhitze, Grill, oder alles zusammen hinzubekommen. Herausgekommen ist dann folgendes:

Für 75 Scheiben (150 Röllchen)
  • 8 Auberginen
  • 6,6 g Melange blanc
  • 0,5 g Zimt
  • 3 TL Honig
  • 10 g Blättchen Zitronenthymian
  • 30 Umdrehungen „Marrakesch
  • Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze
  • Auberginen  auf Stufe 4 auf der Maschine in Scheiben schneiden
  • Auf Backpapier aufs Blech legen
  •  Von einer(!) Seite dünn mit Olivenöl bestreichen
  • Spärlich salzen (von einer(!) Seite)
  •  10 Minuten im Ofen backen

Auf 150 g Frischkäse: (Für die o. g. Menge habe ich 1 KG zubereitet und ca. 750 g benötigt.
  • 1 g Melange blanc
  •  Ein Hauch Zimt (unter 0,1 g)
  •  ½ TL Honig
  • 1,4 g Blättchen Zitronenthymian, fein gehackt
  •  5 „Umdrehungen“ aus der Gewürzmühle „Marrakesch“
  • Ausgekühlte Auberginen dünn mit der Ziegencrème bestreichen. Aufrollen
  • Eventuell die Enden dünn abschneiden
  • Rollen in der Mitte teilen
  • Je 3 Röllchen in 1 Papierform setzen, dabei immer die Seite ohne Rand nach oben. Die meisten Röllchen stehen ganz gut, ansonsten auch am anderen Ende den Rand abschneiden und begradigen
  • Mit Zitronenthymian garnieren
So schmelzen sie förmlich auf der Zunge dahin und die Gäste gleich mit! 

Eine kleine Herausforderung waren 150 Libanesische Garnelenbällchen, ein Rezept aus dem von mir und auch den 180°lern gleichermaßen heißgeliebtem Buch "Kulinarisches Arabien". Das Originalrezept aus dem Buch liest sich folgendermaßen:

Krukiit Bi-L-Qaraidis
  • 250 g rohes Garnelenfleisch
  • 50 g Gruyère, gerieben
  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1/2 Tomate, gehäutet und fein gehackt
  • 2 Eigelb
  • 2 EL Crème Fraîche
  • 15 g Butter
  • 15 g Mehl
  • 100 ml Milch
  • 1 Msp. Chilipulver
  • 1 Ei, Paniermehl, Salz, Pfeffer
Garnelenfleisch zusammen mit Zwiebel und Tomate pürieren. Eigelb, Crème Fraîche, Käse und Gewürze unterrühren. Aus Butter, Mehl und Milch eine Béchamelsauce bereiten, abkühlen lassen und zu dem Garnelengemisch geben. Etwas ruhen lassen, dann das Gemisch zu Kugeln formen, in Ei und Paniermehl wenden und maximal 30 Sekunden bei 180°C frittieren. Diese Menge hat bei mir 15 Bällchen ergeben.

Ein Probelauf hat für mich persönlich dann folgende nötige Abweichungen nötig gemacht:
  1. Die Käsemenge halbieren, die Kugeln werden sonst zu cremig und fließen beim Frittieren schnell auseinander
  2. Die Masse muss kalt, kalt und nochmals kalt sein. Idealerweise am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Immer nur Teile der Masse aus dem Kühlschrank entnehmen und den Rest kühl stehen lassen. Je wärmer die Masse wird, desto schwieriger lässt sie sich verarbeiten. Ich überlege einen Versuch, die Kugeln vorzubereiten, tiefzukühlen und dann zu frittieren.
  3. Die Béchamelsauce sehr dick einkochen
  4. Panko verwenden, dieses aber mit den Händen zuvor etwas feiner reiben
  5. Bällchen mit einem kleinen Eiskugelroller direkt in einen großen Teller mit Panko setzen, darin wälzen, anschließend in Eigelb tunken und nochmals im Panko panieren
  6. Diese Zubereitungsart verlängert die Frittierzeit auf 1 Minute und 20 Sekunden bei 190°C in einer normalen Haushaltsfritteuse mit je 6 Bällchen im Korb
An der Würze habe ich ebenfalls etwas experimentiert, z. B. getrocknete Chili aus der Mühle verwendet, etwas getrocknetes Lemongras aus der Mühle dazugebeben, Kleinigkeiten eben...Serviert wurden die Bällchen ebenfalls in kleinen Papierförmchen auf einer Étagère, dazu gab es frische marokkanische Minzblättchen. Das Bild ist beim Probelauf enstanden, aber so sahen sie dann aus:
Verarbeitet habe ich übrigens 2,5 kg Garnelenfleisch.
  • Weiter gab es ein Melonengazpacho, für das ich mich an einem Rezept von Eline aus dem Küchentanz orientiert habe, nur habe ich es um Paprikaschoten erweitert und den Sherryessig durch einen Roséessig vom Blauen Schilcher ersetzt.
  • Ca. 7 Wassermelonen = 11,25 KG Melonenfruchtfleisch
  • 48 Tomaten
  • 22,5 Scheiben Toast
  • 750 g Mandeln geröstet
  • 22,50 EL Olivenöl
  • 15 EL Essig rosé, Schilcher
  • 3,75 Chilischoten
  • 7,5 Paprikaschoten, rot
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
Aus allem, bis auf die Melone eine sämige Paste mixen, dann die Melonen dazumixen. Abschmecken. Sehr kalt stellen. Das alles ergab bei mir die Menge von 20 Litern! :)
Serviert wurde es mit Croutons Krachelscher. Ich hatte auch erst überlegt, das Gazpacho in einer ausgehöhlten Melonenhälfte zu servieren, hatte dann aber doch Angst um deren Standhaftigkeit auf einem Buffet, um das neben den Erwachsenen auch noch ca. 15 Kinder toben. Ich habe immer nach und nach 2,5 Liter frisch mit jeweils 6 Eiswürfeln aufgemixt und dann frisch serviert. Beim Würzen darauf achten, sehr sehr kräftig abzuschmecken, die Kälte nimmt viel Geschmack!

Nun zu den warmen Speisen. 

wurden 80 Rouladen. Ähnlich diesem Rezept hier, in das die Gastgeber sich verliebt hatten, 
habe ich die Hähnchenkeulen nach dem Entbeinen mit etwas Frischkäse bestrichen, gewürzt, je eine Scheibe Serranoschinken daraufgelegt und jeweils 3 - 4 Blätter Salbei. Aufgerollt und aufgrund der großen Menge und des sicheren Wendens mit Küchengarn gebunden. In selbstgemachtem Hühnerfond und etwas Weißwein geschmort, die Sauce mit Sahne leicht einreduzieren lassen. Das ließ sich natürlich am Vortag gut vorbereiten, am Festtag selbst habe ich die Rouladen von der Bindung befreit und in der Sauce sanft warmziehen lassen. Vor dem Servieren in der Bain Marie wurden sie dann geteilt und die Enden gerade abgeschnitten. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln, da sich die zunächst favorisierten Countrypotatoes als nicht lange genug knusprig-haltbar erwiesen hatten. Geschmacklich sind Countrypotatoes mit Pimenton de la vera hot übrigens eine Wucht! 
  • Rosmarinkartoffeln (in diesem Fall 10 KG) bereite ich stets aus vorgekochten festkochenden, geschälten Speisekartoffeln zu, je kleiner und runder, desto besser. Diese gare ich nur bis kurz vor knapp durch und schwenke sie anschließend (erst abkühlen lassen!) in Salzbutter, etwas Muscovadozucker zum leichten Karamellisieren und Rosmarin. Und zwar mindestens eine Stunde lang auf niedriger Hitze. Nur dann werden sie köstlich knusprig außen, butterweich innen und herrlich aromatisch. Auch der Rosmarin wird dabei knusprig ohne zu verbrennen. 
  • Weiter ging es mit 6 Lachsseiten aus dem Bratschlauch, gewürzt mit Meersalz, melange blanc, einem Hauch Lakritzpulver, bestreut mit gehobeltem Fenchel (roh, deshalb dünn hobeln!). In den Schlauch pro Lachsseite ca. 70 g Butter und 5 cl Pernod. 
Den Lachs bei 180°C Umluft für ca. 15 Minuten (je nach Dicke der Seite reichen auch 12) auf einem Blech im Ofen garen. Bei 2 Bleichen gleichzeitig verlängert sich die Zeit auf ca. 20 Minuten. Den Lachs ca. 30 Minuten vor der Zubereitung aus der Kühlung nehmen, wenn er zu kalt in den Ofen kommt, ist er zwar wunderbar rosa aber nicht durchgängig warm. Er hält dann auch in der Bain Marie noch gut 30 Minuten im Sud liegend durch, ohne auszutrocken. 

Alles in allem eine logistische Meisterleistung, die ich natürlich nicht ohne Unterstützung gemeistert habe. Geholfen und am Vortag bis fast in die Nacht hinein mit mir gekocht hat meine Freundin Simone Hill, die im Hauptberuf Grafikdesignerin mit eigener Firma ist und P., der sich um die Logistik, den Transport etc. gekümmert hat. 


Nach den Anstrengungen der zu pürierenden Garnelen hat sich bei der 2 Wassermelone mein Standmixer in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Mit einem fröhlichen "Tschüss, Du blödes, mich in so einer Situation im Stich lassendes, schickes aber nutzloses CLOER-Designer-Miststück" habe ich ihn in die Tonne gehauen und mir von der netten Nachbarin den Themomix geliehen. So. Jetzt rate mal, auf was ich seit letzter Woche spare... 

Aber das nächste Tauffest im Freundeskreis steht rein rechnerisch frühestens in 10 Monaten an. Es bleibt also noch etwas Zeit... 
;) 

08.06.11

Ich bin eine zulässige Nebenvariante!

Am 23. Mai gab es hier im Blog das letzte Rezept. Zwar war dieses durchaus revolutionären Charakters- aber was zählt ist: danach gab es nur noch Süßes und Statistisches. Das Süße flutscht hinunter, das Statistische stößt manchen übel auf, aber dazu ist von meiner Seite jetzt vorläufig alles gesagt und ich könnte mich nun wieder in angebrachter Muße und Ausführlichkeit den auf der Zunge liegenden Genüssen widmen. Ha! Das wäre zu einfach gedacht! Zur Zeit prasselt das Leben auf mich ein, dass es eine wahre Wonne und Quell immer wiederkehrender Freude und schöner Erinnerungen ist. So muss ich nun die Fahne hochreißen und mir selbst das Stop-Schild vor die gezupfte Augenbraue halten, um in Nebel und Vielfalt der Eindrücke nicht den festen Schritt zu verlieren. 

Den Anspruch,ein foodblog im Wortsinn zu sein hatte ich bekanntermaßen nie. Wie Du weißt schweife ich gerne ab und in die Ferne und garniere lediglich mein Leben und das ganze Große drumherum wie mit einer aromatischen Zuckerkirsche, indem ich in den kurzen Atempausen meines Alltages etwas zubereite, das im Einfachen angenehm sättigt und im Besonderen auch noch die Seele streichelt. Soulfood für Sinn und Verstand sozusagen. Aber ein Blog ist ein Tagebuch, zumindest im Wortsinn. Zusammengesetzt aus den Wörtern Web und Logbuch ist ES oder ER eine Form der Tagebuchaufzeichnung per Internetpublikation. Dabei ist laut Duden oder Wahrig die Bezeichnung sächlich. Also heißt es eigentlich DAS Blog. Die Bezeichnung DER Blog wird von der Redaktion des DUDEN lediglich als zulässige Nebenvariante akzeptiert. Sei´s drum. Nebenvariantenreich wird es auch in den nächsten Tagen hier eher wenig zu essen geben (tut mir sehr leid, Hesting!) sondern ich werde den Blog nutzen, um Dich wieder mal ein wenig mitzunehmen auf meine Reisen und Erlebnisse der letzten Tage. 
Angefangen Donnerstag bei einem Buffet, das ich gemeinsam mit meiner Lieblings-Simone, die nicht nur so wahnsinnig toll (web)desingt, zeichnet und fotografiert, sondern auch noch fantastisch kocht,  für immerhin 60 Personen und jeder Menge Kinder anlässlich eines Gartenfestes ausgerichtet habe. Im Anschluss daran am Freitag wildes Zeug mit der hier:
Samstag an den Kaiserstuhl
Am Sonntag zum Frühschoppen wieder hierhin:
Einer spontanen Einladung zur Wildschweinbratwurst folgend mittags in den Südschwarzwald
Montags zuhause für den Besuch aus Berlin:
Dienstag  ein wunderbarer Tag auf dem Weingut Wagner-Stempel, inklusive wilder Fahrt durch die Weinberge und klassifizierten Lagen mit einem ausgemusterten Fahrzeug der Münchener Straßenverkehrsbehörde furchtlos gefahren von Daniel Wagner bis an den Rand von Rheinhessen und meines Gleichgewichtsinnes
Mittwoch (heute) alle weiteren Termine (WG Wittmann und Battenfeld-Spanier) abgesagt aufgrund völliger Überdosierung von Eindrücken, Erlebnissen und dem daraus resultierenden Zeitmangel für die Dinge des Alltages, die nur zu leicht und gerne vernachlässigt werden. Arbeiten zum Beispiel.
Für den Rest der Woche mache ich Genußpause!